Anna Maria Müller-Hofer
Referenzperson
geb. 1962, Kempten
Anna Maria Müller-Hofer kam am 14. März 1962 in Kempten zur Welt — als zweites Kind des Schreinermeisters Karl Hofer und seiner Frau Theresia, geb. Müller. Die Familie wohnte in der Altstadt von Kempten, in einem Haus, das ihr Großvater Josef noch in den 1930er Jahren als Sägewerks-Arbeiter beim städtischen Holzbetrieb erworben hatte.
Aus ihrem Stammbaum lassen sich beide Großelternlinien lückenlos bis zu den Urgroßeltern zurückverfolgen. Väterlicherseits verweist die Linie Hofer auf die alteingesessene Handwerker-Familie aus Kempten; mütterlicherseits führt die Linie Müller in das südliche Allgäu, nach Sonthofen und Immenstadt, in bäuerliche Kreise.
Josef Hofer
Großvater väterlicherseits
geb. 1903 Kempten, † 1962
Josef Hofer wurde am 11. November 1903 in Kempten geboren — als sechstes von acht Kindern des Schmieds Alois Hofer und seiner Frau Maria, geb. Sailer. Der Geburtseintrag ist in der Pfarrmatrikel St. Mang, Kempten, im Taufbuch Band IX, fol. 234, dokumentiert.
Er wuchs in einer Handwerker-Familie auf, doch der Erste Weltkrieg und die wirtschaftliche Not der zwanziger Jahre führten dazu, dass Josef nicht das Schmiedehandwerk seines Vaters fortsetzen konnte. Stattdessen trat er Mitte der 1920er Jahre in das städtische Sägewerk in Kempten ein, wo er bis zu seinem Tod 1962 arbeitete.
1932 heiratete er Anna Schwarzenberg aus Buchloe — die Trauung fand am 4. Mai 1932 in der Pfarrkirche St. Magnus, Buchloe, statt. Die Ehe war die Schnittstelle zwischen der Kemptener Hofer-Linie und der ländlichen Schwarzenberg-Linie aus Buchloe, einer Familie aus dem Stand der Tagelöhner.
Franz Müller
Großvater mütterlicherseits
geb. 1898 Sonthofen, † 1958
Franz Müller wurde am 23. Juni 1898 in Sonthofen geboren, als jüngster Sohn des Großbauers Sebastian Müller und seiner Frau Crescentia, geb. Vögele. Der Hof der Familie lag in der heutigen Ortschaft Tiefenbach, einem damals noch eigenständigen Dorf südlich von Sonthofen.
Da Franz nicht der erbberechtigte älteste Sohn war, übernahm er den elterlichen Hof nicht. Stattdessen heiratete er 1925 die Käserstochter Walburga Fischer aus Immenstadt und übernahm einen kleineren Hof in der Nähe seines Schwiegervaters. Dieser Hof blieb bis zur Auflösung in den 1960er Jahren in Familienbesitz.
Eine Besonderheit dieser Linie: Crescentia Vögele, Franz' Mutter, stammte aus einer Familie, die bereits in den Volkszählungen von 1820 in Sonthofen geführt wird. Die Müller-Vögele-Linie ist damit eine der am tiefsten dokumentierten Linien dieser Chronik.
